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Goliath Monsignor - Day One: The Killa Phenomenal Label: Hokis Pokis Rec.
Release: 2004
Tracklisting
1. Intro
2. Dawn of Goliath
3. The Immortal
4. All Tribes Rise
5. Warriors
6. Thy Will & Testament
7. Killa Phenomenal
8. Bloody Moonlight
9. Interview With Goliath
10. Bowels of Molder
11. Tales of Darkness Show
12. Black Dracula
13. Goliath
14. Who's Your God
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Goliath Monsignor

Day One: The Killa Phenomenal

Rapmusik kann verdammt langweilig sein. Von der Straße in den Club und zurück - nach dieser Formel funktionieren nicht erst seit gestern eindeutig zuviele Alben. Künstler, die für innovativen Schub sorgen, indem sie die genreimmanenten Möglichkeiten optimieren und eben nicht nur die Musikgeschichte plündern gehen, sind gemessen an der Gesamtpalette immer noch viel zu selten. Und dann tritt da mit einem mal so jemand wie Goliath Monsignor auf den Plan: der Rapper aus Phoenix/Arizona sprengt so ziemlich jede Schublade, die man als Raprezensent in der Regel heranziehen würde.

Hinter dem Titel "The Killa Phenomenal" steckt ein hochspannender Plot, der davon erzählt, wie eine auf den grotesken Namen Goliath Monsignor getaufte archaische Bestie nach jahrtausendelangem Schlaf zum Leben erwacht und im Blutrausch durch die Lande fegt - so etwas haben wir seit D.O.V.E. D.A.W.G.'s bombastischer Sci-Fi-Oper "The Invasion" nicht mehr gehört. Hier geht man die Sache zwar weitaus weniger futuristisch an, doch sind gewisse Parallelen nicht zu überhören. Die Einbettung der Songs in eine durchgehende Handlung, das mit großartigen Soundeffekten veredelten Hörkino in den Interludes, die stur durchgezogene Härte natürlich und in "Bloody Moonlight" dann kurzzeitig sogar der Rapstyle. Höhepunkte gibt es viele: ein klein wenig hervorstechen können besonders das schwer pumpende "Bowels Of Molder" (schrille Sirenen, viel Gebrüll - Terror pur!) und das mächtig bretternde "Black Dracula", in dem Goliath nach dem Prinzip der "Story in der Story" kurz ins Vampirgenre abschweift.

Zu guter Letzt darf sich "The Immortal" von seinem immer mal wieder auftauchenden, irre kreischenden Lakaien die Krone des Weltkönigs auf's Haupt drücken lassen und sich unter leicht größenwahnsinnigen Ausrufen ("All of you - kneel! Kneel or die!") bis zum nächsten Kampfgang verabschieden. Ein Album wie "Kille Phenomenal" bekommt man viel zu selten zu hören, deswegen: unbedingter ugrap.de-Geheimtip!
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