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Yukmouth - presents... United Ghettos Of America Label: Rap-A-Lot Rec.
Release: 2002
Tracklisting
1. La Cosa Nostra - Yukmouth & Daisey
2. Dem Can't Win - Yukmouth, Tah Tah & Gangsta Girl
3. Welcome 2 Da Bay - Luniz, Mac Dre & Messy Marv
4. I'm So Cool - Yukmouth, Dru Down, Lil Ron & Richie Rich
5. Top Thugg - Yukmouth
6. Da Lot - Monsta Ganjah, Nyce & Yukmouth
7. Desperado - Yukmouth & Young Noble
8. No Way - Numskull, Deiore Selene & Yukmouth
9. 'N Thugz We Trust - Keak Da Sneak, Brotha Lynch Hung & Yukmouth
10. Fuck Friendz - Yukmouth (Outro Featuring Mac Minister)
11. Gunz 'N' Rosez - Mac Dre, Yukmouth, Rida & Bart
12. Neva - Yukmouth, Dru Down & Big Bear
13. Datz Gangsta - Yukmouth, Nyce & Monsta Ganjah
14. Money, Murder & Sex - Phats & Jazzie Pha
15. Dragon Style - Daisey, Yukmouth & Louie Loc
16. So Quick, So Easy - Numskull, Deiore Selene & Yukmouth
17. We Getting It - D-Don & Yukmouth
18. United Ghettos Of America - The Outlawz, MC Eiht, C-Bo, Cold 187um, Mad Lion & Yukmouth
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Yukmouth

presents... United Ghettos Of America

Nachdem Rap-A-Lot-Records eine tiefe Krise durchleben musste wurde der Betrieb in Lil J's Imperium nach einigen Jahren Auszeit im Jahr 2002 wieder aufgenommen. Der Chef schwingt dann auch gleich wieder die Peitsche und eines seiner ganz großen Zugpferde setzt sich in Bewegung um die über Jahre mit nie erfüllten Versprechungen gefütterte Hörerschaft zu besänftigen: Yukmouth aka Sir Smoke-A-Lot ist zurück! Und er ist nicht alleine gekommen: denn was sich auf seinem "United Ghettos"-Sampler an alten Haudegen und jungen Ghettosoldaten gleichermaßen eingefunden hat, kann sich sehen lassen.

Den Anfang macht Yuk selbst, versucht mit "La Cosa Nostra", einem Song über seine zerrüttete (bzw. nicht-existente) Familenbande, an glorreiche alte Zeiten anzuknüpfen und bitet dabei gnadenlos seinen eigenen Shit, nämlich "Revelationz" von der "Thugged Out Albulation". Doch macht das eigentlich gar nichts - ich bin schon froh, wenn sich einer der oberfächlich-harten "Top Thugs" mal zu einem Stück persönlicher, ehrlicher Arbeit hinreißen lässt. Schade nur, dass sich dieser autobiographische Höhepunkt hier mehr oder weniger selbst isoliert. Die restlichen 17 Tracks bieten nämlich genau das Audio-Material, dass mir mittlerweile schon zum Hals rauskommt: "Welcome 2 Da Bay" versuchen Tha Luniz, Mac Dre und Schlafhaube Messy Marv uns auf das folgende Thug-Feuerwerk einzustimmen, und wirklich, die Super-Thugs werden ihrem zweifelhaften Ruf mehr als gerecht: "I'm So Cool" prollen Yuk, Dru Down, Lil Ron und Richie Rich mit kitschiger Female-Hook durch die Gegend, auf ihre Erkenntnis dass die Welt sich nur um "Money, Murder & Sex" dreht können Phats und Jazzie Pha auch kein Patent anmelden und wenn dann der zum Ghetto-Überhelden stilisierte Dauerraucher mit seinen neuesten Talenten Nyce (sieht nett aus, lenkt damit aber nicht von großen lyrischen Defiziten ab) und Monsta Ganjah ein entschuldigendes "Dat'z Gangsta" nachschiebt, könnte man seinen Augen Liedtitel wie "Neva" oder "No Way" entgegenhalten.

Da passt es nur ins Bild, dass sich die massentauglichen Schmachtchöre auf diesem Release nur so tummeln und die Produktionen dementsprechend geglättet wurden. Doch sind es andererseits auch gerade die Beats, die noch für den ein oder anderen Hinhörer sorgen: man hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und für deutlich mehr Abwechslung gesorgt. So gaben sich unter anderem E-A-Ski, Brotha Lynch Hung (mit seinem "neuen" Sound), D-Don (eher peinlich) und Don Juan die Produzentenklinke in die Hand, ohne jedoch zu irgendeiner Zeit nennenswert zu überzeugen. Wenigstens der letzte Eindruck lässt auf eine umfassende Erneuerung fürs nächste Album hoffen: die Größten der Großen haben sich im Titeltrack eingefunden um ihre Hood zu representen - The Outlawz, MC Eiht, C-Bo (starke Tempo-Variationen), Cold 187um (bester Auftritt des Albums!!), Mad Lion und schlussendlich nochmal Yuk höchstselbst.

Doch von einem Album mit dem Titel "United Ghettos Of America" erwarte ich Artists aus verschiedenen Ecken des ganzen Landes, mehr hungrige Newcomer, strammere Beats und insgesamt mehr schmutzige Ehrlichkeit als Glanz und Gloria. Das Album, das ich hier in den Händen halte hat leider nur (gute) Ansätze zu bieten.
© bdm for ugrap.de