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Big Lokote – Rage

“The craziest of the soldiers and loyal to the game”, so steht es auf dem Backcover von “Rage”, dem zweiten Album von Hi Power Soldado Big Lokote. Im Gegensatz zum Debütalbum “Dia De Los Muertos” (2005) werden die Daumenschrauben nochmal deutlich angezogen. Das heißt: noch mehr Gore, noch mehr Brutalität, noch mehr knochenbrechender Mördersound aus dem Herzen von East Los Angeles.

“Fuck All Haters”, “Fuck Nortenos”, “Fuck Your Life”, “Fuck The World” – da fehlt eigentlich nur noch ein deftiges “Fuck Everything”, aber es sollte auch so klar sein, dass dieser tattooübersäte Schrank von Mensch wieder mal mit der Shotgun im Anschlag unterwegs ist und alles massakriert was nicht bei drei auf dem Baum ist. So simpel gestrickt diese Ansagen auch sein mögen: Lokote’s emotionale Wucht und unvorstellbare Energie machen das mit Lockerheit wett und drücken den Hörer förmlich an die Wand. Auch produktionstechnisch hat man aufgerüstet: ein gewisser “Joe” sorgt hier im Alleingang für eine erdrückend düstere Atmosphäre und serviert einige der besten Hi Power Beats der letzten Jahre. Und natürlich wurde auch wieder tief in die tricktechnische Kiste gegriffen: gedoppelte Vocals, Voice Pitching und Backmasking gehören auf einem Album von Big Lokote längst zum Standardprogramm . Das man damit immer mal wieder ein bisschen über die Stränge schlägt, lässt sich insofern verschmerzen, als dass “Rage” in seiner finsteren Radikalität mehr oder weniger singulär dasteht.

Die Raps des Surside Psychopath reichen vom übertriebenen Slow Tempo im selbstzerfleischenden Titeltrack “Rage” bis hin zu den rabiaten Twists im finalen “Bring The Drama” – einmal mehr entpuppen sich die zahlreichen Tempovariationen als großer Pluspunkt und lassen kaum Langeweile aufkommen. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann noch am ehesten die aus dem Rahmen fallenden “Me Riena” und “My Lady”, die hier genauso deplatziert wirken wie ein Skit namens “I Love You Babe” neben Songs wie “Smell Your Death” und “Demonic Playground”.Es lässt sich festhalten: “Rage” fährt einem regelrecht durch Mark und Knochen und ist im Vergleich zum Vorgängeralbum nicht nur eine deutliche Steigerung sondern auch der bisherige Karrierehöhepunkt für Big Lokote. Allerdings sollte man in Zukunft das Voice Tuning ein bisschen zurückstellen und besser noch die Raptechnik nach vorne bringen.

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