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Black Samurai – The Struggle Continues

Schon das Debüt-Album des Kollektivs aus dem United Kingdom strotzte vor schwarzem Selbstbewusstsein mit politischem Anspruch nur so. Und wo “Life As A Struggler” endete, fängt das im Jahre 2000 über Black Foundation/Akeeba Music in Eigenregie veröffentlichte Folgealbum “The Struggle Continues” erst an. Und kann dabei sogar noch die ein oder andere Schippe zulegen.Vor allem was die abermals melancholisch und düster gehaltenen Kompositionen angeht, wurde noch gearbeitet und auf vorbildliche Weise viel Vertrauen in den produzierenden Nachwuchs gesetzt. Unter der Anleitung von Black Samurai beweisen sich Nachwuchskünstler wie Cipher Allah, Urban Monk, 76 und Brothers Of “M” als durchaus würdige Fackelträger eines musikalischen Habitus, der auf den in letzter Zeit arg versickerten Wu-Style fußt und von Baby J mit seinem grandiosen “Birth” auf seinen bisherigen Zenit gejagt wurde.

Im leeren Raum schwebende Violinenklänge treffen auf trockene Taktschläge, dann schwappen wahre Streicherfluten im orchestralen Stil gegen entfesselt slammende Beats, vereinigen sich in “Jackin’ The Black” sphärisch flirrende Soundpartikel zu einem mystischen Ganzen und lässt das beeindruckend simpel funktionierende “Everybody Must Dead” meine Kinnlade auf Halbmast plumpsen. Die wenigen produktionstechnischen Schwächen des Debütalbums wurden vollständig ausgemerzt, “The Struggle Continues” bietet musikalisch wertvollen UK-HipHop auf hohem Niveau. Auf welchem sich natürlich auch die rappenden Vertreter der Black Samurai-Crew bewegen – hier bleibt wenig Platz für irgendwelches Geschnatter, die Texte schlagen Brücken von der Sklaverei bis zu den Ghettos von London und Birmingham, wie sie heute existieren. Die Antwort auf Crack und Kriminalität wird in Religiosität und politischer Verweigerungshaltung gesehen (Yogi: “I hate the law / I break the law / I hate the government / and the queen is a whore”), wobei die angestrebten Gegenmaßnahmen oft in schemenhafter Andeutung verbleiben – zum philosophischen Hintergrund mal das umfangreiche Booklet checken.

Besonders Yogi, die oft vertretene Black Nemesis, und der im pathetischen “No Unity” böse rockende Rukkus empfehlen sich mit ihren frischen Raps für höhere Aufgaben. Die Black Samurai lassen Worten wie “Too many questions not enough answers. Not enough real rappers and too many dancers” rühmliche Taten folgen, dokumentiert auf “The Struggle Continues”.

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