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Da Mercenary Family – Street Chronicles Vol. 1

Es gibt nicht gerade viele Infos über die Mercenary Family aus Washington/DC. Das Inlay lässt darauf schließen, dass wir es hier nicht mit einer festen Gruppe zu tun haben, sondern eher mit einer Labelcompilation von Mercenary Recordz. Wie sich herausstellt, durfte dann aber auch wirklich jeder Homie, der seinen Arsch gerade im Studio geparkt hatte, ein paar Lines ins Mikro brabbeln.

Schon wenn zum Auftakt das etwas g-funkig angehauchte “Mercenary Theme” mit seinen sechs Rappern durchläuft, hängt man die Erwartungen vorsichtshalber gleich mal etwas tiefer. Dann kommt 1090 mit “Bucky Naked”, einer Art Lobeshymne auf das weibliche Geschlechtsorgan, dicht gefolgt von dem erbarmungwürdigen “Thugs Chant” aus den Kehlen von Nunu und XL – und schon hat man jede Lust verloren, mit den “Street Chronicles” auch nur eine weitere Minute seiner wertvollen Zeit zu verschwenden. Die Themenauswahl ist mit “Sex, Money & HipHop” an Belanglosigkeit ja schon nicht mehr zu überbieten, aber es fehlt auch überdeutlich an technischem und musikalischem Know-How.

Den Großteil der Beats hat Labelboss Pounds in Zusammenarbeit mit einem gewissen Big Dave selbst zusammengeschustert: ein vollkommen beschissener Mischmasch mit dumpfen Sounds aus dem Drumcomputer und ohne jedes Gespür für Melodie. Auf der verbalen Seite sieht es kein bisschen besser aus, gerade für ein Einstandsalbum ist das hier eine erschreckend schwache Vorstellung. Große Alternativen für die Zukunft hat die mindertalentierte Söldnerbande nicht: entweder das Konzept völlig umkrempeln oder eben gleich ganz darauf verzichten, noch mehr solchen Klangmüll auf den Markt zu kippen. Tja, Variante 2 wäre definitiv wünschenswert…

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