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Dr. Holmes & Xunfusion – 33°

Das aus Cambridge/Massachusetts stammende Produzentenduo Dr. Holmes & Xunfusion hat sich ganz der dunklen Seite verschrieben – und es macht keinen Hehl daraus, welchen musikalischen Vorbildern es dabei huldigt. Sein erstes Album “33°” entführt in Klanglandschaften der düstersten Sorte und hat darüber hinaus auch einiges an regionenübergreifender Rapprominenz zu bieten. Schon die auf den ersten Blick geradezu erschlagende Tracklist deutet darauf hin, dass wir es hier mit einem breit angelegten Konzeptprojekt zu tun haben, was in diesem Fall Segen und Fluch zugleich ist.

Positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass die 24 Anspielstationen sich stilistisch stringent präsentieren und mit all den Geigenteppichen und kompakten Beats, dem sinistren Klaviergeklimper und den Unmengen an Filmsamples eine durchaus homogene Einheit bilden. So klingt das, wenn Überzeugungstäter am Werk sind. Andererseits wirkt “33°” durch all die Interludes doch ein wenig überfrachtet, um nicht zu sagen aufgebläht: wer sich in diesen Sound vertiefen will, braucht jedenfalls Zeit.

Nimmt man sich die erst einmal, gibt es hier aber einiges zu entdecken. Einen Solomon Childs in Hochform beispielsweise, der mit “Hellfire” und “Mad At The Style I Got” gleich zwei geigenschwirrende Songbrocken mit aggressiven Reimen beflastert. Oder den wie immer etwas verschnupft klingenden Marq Spect, der hier zwar nicht die besten Momente seiner Karriere hat, aber trotzdem noch einmal unter Beweis stellt, dass er sich seit nunmehr über zehn Jahren im Spiel immer treu geblieben ist. Nicht zu vergessen natürlich den wie unter Starkstrom stehenden K-The-I???, für den Dr. Holmes und Xunfusion in “Pit Of Snakes” einen besonders düster funkelnden Beat aus der Truhe geholt haben. Oder auch die bislang nicht größer in Erscheinung getretenen Shadow Str und Lord Subliminal sowie den stark lispelnden Jive Cuttah, der hier mit “Hell Isosceles” fast allen die Show stiehlt. Von diesem Einsatz hätte sich der in “Thinking Cap” etwas geistesabwesend klingende Breez Evahflowin ruhig eine Scheibe abschneiden können.

Auch wenn es hier und da noch an Feinschliff fehlt und die Scheibe noch ein bißchen zusammengekürzt hätte werden müssen: “33°” ist eine mehr als solide Angelegenheit und hoffentlich nicht das letzte, was wir von Dr. Holmes & Xunfusion zu hören bekommen.

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