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Ill Saint – presents… Subterranean Hitz, Vol. 3 (The Ill School)

“This is the mothafuckin’ Ill Saint, back to terrorize your mental state with the third and final installement of Subterranean Hitz” – mit diesen Worten meldet Spectre The Ill Saint sich und seine ebenso eigenwillig wie unerschrocken agierenden Geistesbrüder zurück, allesamt allzeit bereit zu weiteren musikalischen Großtaten im Bereich des kunstbetonten Dub-/Experimental-/Instrumental-/Abstract/Excentric-Hip-Hop oder wie auch immer man den Soundmix nennen mag.

Bimos macht den Anfang der Wühlarbeit, gräbt sich im Rhytmus edler Streicher und straighter Beats schon ein ganzes Stück voran in Richtung des erklärten Zieles zuvor unerforschter Tiefen, die bisher nie ein menschliches Ohr gehört hat. Erschöpft wird die Schaufel nach fünf Minuten an den wirr-dreinblickenden Riesenafro Mr. Dead von den Metabolics weitergereicht, der sich mit “That Sounds Personal” (tut es wirklich) unerwartet rockig präsentiert. Ish und Jan-J träumen im Theme-Song des empfehlenswerten Crooked-Movies ihren ganz eigenen Traum von Erfolg und Ruhm, den ein bärenstarker M. Sayyid (Anti Pop-Consortium) jedoch gleich darauf weise tadelnd als “Sweet Nightmares” abtut. Auch die Hawd Gankstuh Rappuh MCs Wid Ghatz sind in “Simple Classic Elegance” (wie straft dieses Lied den Titel doch Lügen) über wild-surrenden Break-Beats wieder mit von der Partie – geniale Unterstützung gibts von der talentierten Bossy Posse, bestehend aus Orangyna, Sinista Sista, Stepmom und Ghana-Rita.

Mr. Law lenkt unseren Blick leider viel zu kurz auf die gar nicht lobenswerten Umtriebe der “High Society” bevor Mentol Nomad die längst nicht mehr zu gebrauchende Schaufel gegen einen Presslufthammer austauscht und die Arbeitsgeschwindigkeit in Richtung weg vom Tageslicht damit drastisch erhöht: sein für Experimental Latino Artists produziertes Düster-Pfund “Sensationz Of The Mynd” schafft es auch nach mehrmaligem Hören noch wie beim ersten Mal zu begeistern. Sensational, der Junge mit den zugeschwollenen Augen und der fürchterlich kratzigen Stimme wird seinem Ruf wieder mehr als nur gerecht, Scotty Hard kickt seine in sich verdrehten E-Guitar-Styles bevor Planet, Crypt und Set Free (zusammen: Outer Space) es für Word Sound Verhältnisse mit dem zur Abwechslung lediglich inhaltlich wirren “Conspiracy Theory” schon fast wieder normal angehen lassen.

Nach “Down Sout” von Unipod Particles (in extrem schlechter Tonqualität) beschließt Spectre, unangefochtener Führer der finsteren Kohorte, nach guter alter Tradition und zwölf trotz der mittlerweile erreichten Grabestiefe (hoho) blitzsauber glänzenden Perlen das Schauspiel, dem viele Hörer wohl nicht mehr als ein unsicheres Stirnrunzeln schenken dürften.

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