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Lomai – Stranglewood Episode I: The Legacy

Gary/Indiana einmal ganz anders: Lomai entführt uns in der ersten Episode seines Album-Mehrteilers in ein aus den Fugen geratenes Universum namens “Stranglewood”. Hier liefern sich – das Inlay macht uns schlauer – seit geraumer Zeit Luden und Nutten einen Kampf um die Macht, in dem als dritte Kraft auch die sogenannten ‘Lyricists’ als Lakaien der Liebesdamen mitmischen. Jetzt steht die Stadt vor einer letzten Entscheidungsschlacht. Alles klar soweit?

Greller Humor dieser Art ist und bleibt nun mal Geschmackssache – wie schräg dieses Album ist, zeigt allein schon die Tatsache, dass hier Tracks wie “Baptism In Flames” und “Visions Of Armageddon” in einer Reihe mit zotigen Ergüssen wie “Pussyhole Fiend” und “If You Hit That Ass Right” stehen. In leicht nasaler Tonlage wortwitzelt sich der stimmlich etwas an Pep Love erinnernde Lomai durch sein “Stranglewood” – selbst ein kleiner Exkurs über einen pädophilen Pfaffen (“Priest”) bleibt uns nicht erspart. Wesentlich interessanter als die wirre Storyline ist allerdings die musikalische Umsetzung. Hier steht lockerer, samplefreudiger, eher ostküstenmäßiger Sound auf dem Programm – die meiste Zeit von überschaubarer Qualität, aber immer mal wieder für einen sauberen Track gut.

Vor allem die verschwörungstheoretisierende Spinnerei “Genetics” und der federleichte Ohrwurm “My Fathers Legacy” tun ordentlich was für’s Punktekonto. Leider rutscht das Album immer wieder in äußerst dröge Mitt-Neunziger-Sounds ab: Tracks wie “The Difference” und “Pay The Price” sind garantiert keine Totalaussetzer, doch hätte man sich bei einem derart abenteuerlichen Konzeptalbum dann doch etwas mehr innovativen Drive gewünscht…

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