Insert your custom message here. close ×
+

Lyrical Assassin – Anger Management

Der Mittlere Westen ist und bleibt das Hoheitsgebiet der Tongue Twister. Auch diese Newcomerin ist im Attackemodus unterwegs: neue Geschwindigkeitsrekorde stellt Lyrical Assassin zwar nicht auf. Doch gemessen daran, wie groß der Konkurrenzdruck in Chicago ist, dass sie ohne Features auskommt und “Anger Management” ihr allererstes Release ist, schlägt sie sich beachtlich gut.

Alles andere als gut allerdings die Aufmachung des Albums: Papier der Marke Extrabillig, ein schäbig bedruckter Philips-Rohling – diese Produktionsmethode hat in den letzten Jahren leider Schule gemacht. Doch zum Wesentlichen, zur Musik. Das Album zerfällt in zwei Hälften. Der Anfang ist ziemlich stark: wer mit dem neuen, nicht mehr ganz so düsteren Chi-Town-Sound etwas anfangen kann, wird hier gut bedient. Lyrical Assassin rattert ihre Verse runter als hätte sie nie etwas anderes getan, die Beats sind gut ausproduziert und mit “Chi Chick”, “Trouble Keep Calling” und dem kurzen “Intro” sind gleich drei hervorragende Tracks vertreten. So geht es leider nicht weiter, denn nach Track # 7 kippt die Stimmung deutlich.

Das liegt weniger an Lyrical Assassin, die nach wie vor alle flowtechnischen Register zieht, sondern an ihrem schwächelnden Produktionsteam. Irgendwie scheinen E. Lee und Sherm die Ideen ausgegangen zu sein, jedenfalls kommt hier von ihrer Seite nur noch wenig Verwertbares, der Sound ist einfach eine Spur zu poppig. Das alte Dilemma also wieder einmal: astreine Raps werden von mittelmurksigen Beats ausgebremst. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass Lyrical Assassin ihre Ankündigung “To Be Continued” wahr macht und bald mal was nachlegt…

Share : facebooktwittergoogle plus



No Response

Leave us a comment


No comment posted yet.

Leave a Reply