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Tech N9ne – Anghellic

Dass Tech N9ne ein schwer fassbares Unikum ist sollte sich allmählich weit über Kansas City hinaus herumgesprochen haben. Doch vergesst alles was bisher war -“Anghellic” setzt dem Schaffen des Exzentrikers die Krone auf! Ich weiß nicht in wen oder was sich Tecca Nina im Studio verwandelt, aber als menschlich ist das hier nicht mehr zu bezeichnen. Urgewaltige Wortkaskaden in rasendem Tempo, Stilwechsel im Minutentakt, ein feines Gefühl für die flowtechnische Handhabe jedes einzelnen Songs, nicht von ungefähr gibt im Skit “Stamina” gar das Rattern eines Maschinengewehrs den Takt vor.

Ganz in diesem Sinne auch die abgedrehten Beats – jeder Track eine Wissenschaft für sich, atmosphärisch dicht gewoben, auch mal mit überraschenden Exkursionen in Drum’n’Bass-Gefilde und wenn ich behaupte, dass man die Rapper, die einen ungemein stoßkräftigen Song wie “Psycho Bitch” in derart genialer Manier zu meistern verstehen, an einer Hand abzählen kann, ist das kein bißchen zu dick aufgetragen. Umso besser, das bei diesen aufreibenden Grenzgängen auch ruhigere Produktionen à la “Cursed” oder “Suicide Letter” nicht auf der Strecke bleiben. Ohnehin ist “Anghellic” als Gesamtwerk fein ausgetüftelt, das beweist allein schon die Konzeption als Pilgerfahrt von der tiefsten Hölle hinauf in lichte himmlische Höhen – mit Zwischenstation im Purgatorium.

Es versteht sich von selbst, dass Tech N9ne den Großteil seiner Spielzeit in der Unterwelt verbringt, auch wenn er rein musikalisch betrachtet natürlich in ganz anderen Sphären weilt. Ein Meisterwerk durch und durch – grenzüberschreitend und von unglaublicher progressiver Wucht: “Anghellic” passt in kein Schema.

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