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Virtuoso – World War II: Evolution Of The Torturer

Virtuoso ruft seinen ganz persönlichen zweiten Weltkrieg aus, doch so richtig will die Verbalartillerie des Emcees aus Boston diesmal nicht auf Touren kommen. Im Grunde präsentiert “Evolution Of The Torturer” den Sound des Debütalbums nochmal in grün. Trockener Eastern Hardcore mit großem Streicheraufgebot und ansehnlicher Gästeliste – diesmal sind unter anderem Akrobatik, Del und Slaine mit dabei, im “Epilogue” darf mit Torch sogar ein Gast aus Übersee ein paar Takte sprechen. Was das Heidelberger Urgestein hier verloren hat wissen wohl nur er und Virtuoso – ich für meinen Teil kann der bikontinentalen Kollabo jedenfalls nicht wirklich etwas abgewinnnen.

Um einiges hörenswerter ist da schon “Crematorium”, dass in seiner Machart stark an das nicht weniger brutale “Incinerator” vom Debütalbum erinnert. Wenn die Geigen panisch kreischen und Virtuoso wie eine Maschine seine giftigen Reime rauskloppt, dann ist er ganz bei sich. Etwas zurückhaltender präsentieren sich da Tracks wie “The Reaper”, “War Of The Masses” oder “Devilish” – den hochtrabenden Titeln zum Trotz haben wir es hier leider nur dem nach einem Allerweltsschema gestrickten Standardsound zu tun, wie er zeitgleich vor allem im Lager der AOTP so große Erfolge feiert. Nur “Dream Out” und das marschtrommelnde “Military Intelligence” linsen da noch über den Tellerrand – schade, dass Schlaftablette Akrobatik ausgerechnet hier aufkreuzen muss.

“Evolution Of The Torturer” ist gut getextet aber langweilig produziert und damit unter dem Strich zu wenig für einen Rapper, der sich gerne als “Man Of The Hour” feiern lassen würde.

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