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Zagg – Hell In August

Die First Lady der Siccmade Fam mit ihrem Debüt, mit dabei unter anderem Sir Siccmade himself, Brotha Lynch Hung, außerdem Loki und C.O.S. Wer hier Female-Rap im Stile von Foxy Brown, Lil Kim oder auch Gangsta Boo erwartet, sollte die CD gleich wieder aus der Hand legen. Diese Frau sieht zwar niedlich aus, doch haben wir es hier allem Anschein nach mit einem Brotha Lynch Hung mit weißer Haut und in einem weiblichen Körper zu tun. Diese beiden scheinen wirklich wie füreinander geschaffen zu sein…

Siccmade Beats rollen, der Subwoofer dröhnt, die Streicher zisseln, der musikalische Hintergrund irgendeinem kranken Producerhirn entsprungen und Zagg rappt, nein sie rappt nicht, sie flüstert schon, flüstert dir ihre tiefsten, geheimsten, kränksten Phantasien ins geneigte Ohr. Damit wir uns nicht falsch verstehen: es geht hier nicht um Sex, Zagg redet über Mord, Gewalt und die dunklen Seiten der menschlichen Seele. Darüber wie Körper in Fetzen gerissen werden und Eltern versuchen ihre Kinder wieder zusammenzupuzzlen. Wortwörtlich. Sie ist der “siccmade virus in your flesh.”

Dabei macht man nie den Fehler in platte Horrorgeschichtchen abzudriften – und kann das hohe Niveau glücklicherweise auch durchgehend halten. Was weibliche Rapartists angeht steht Zagg sowieso allein auf weiter Flur – aber auch viele männliche Kollegen sollten sich ein paar dicke Scheiben davon abschneiden, wie diese Frau es schafft Stimmung aufzubauen und einen ganz eigenen Sound zu generieren. Jedes Lied ein Kopfschuß, jedes Wort ein Messerstich. Sowas nennt sich dann wohl Murder Rap.

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