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Los – Nigga On The Edge

Da will es mal wieder einer wissen: Los meint Songtitel wie “Strictly Hardcore” bitterernst und kommt uns auf seinem 14-Tracker kompromisslos auf die harte Tour. Das heißt im Klartext: Ghetto-Terroristen-Raps, mittleres Tempo, dumpfe Bässe – Minimalismus dieser Art hören wir doch gerne. “Click Clack Boom”, ein paar Minuten ist die Scheibe erst alt, und schon hat man St. Louis als wahre Hölle auf Erden vor Augen. Dieses Album hat alles, was zünftiger Street Rap haben muss, das zeigt schon alleine das grandiose Pen & Pixel-Artwork.

Aber: ein Gesamtmeisterwerk ist “Nigga On The Edge” noch lange nicht. Das hat mehrere Gründe. Zum einen fehlt auf Albumdistanz ein stimmlicher Gegenpart, einer, der auch mal das Tempo verändert und dadurch für Abwechslung sorgt. Ein gewisser Mr. P-Double-O, der in insgesamt sechs Songs zu hören ist, scheint eigens dafür ins Rennen geschickt worden zu sein, bleibt aber unauffällig. Dann hat man den (dummen) Fehler gemacht und die komplette Scheibe mit überlangen Intros und Interludes überfrachtet, so dass man als Hörer nicht nur dauernd am spulen ist, sondern auch der komplette Fluß des Albums flöten geht.

Und zu guter Letzt spielt sich das alles hier zwar auf einem ordentlichen Niveau ab – doch fehlen wirklich herausragende Momente, Songs, die hängenbleiben und so ein Album nachhaltig prägen können. Nichtsdestotrotz: Los steht für scharfkantigen, schmutzigen Hörstoff direkt von der Straße – und mehr will er wohl auch gar nicht…

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