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Frazier – Unlock The Game

Auf dem Cover flattern die Scheine, aber allzu gut kann es um die Finanzen von Frazier nicht bestellt sein. Jedenfalls kommt auch das Nachfolgealbum von “Heartless” im CD-R-Format – einseitiges Coverblatt dazu und das war’s. Sei’s drum, Hauptsache die Einstellung stimmt. “I’m hungry my stomach’s empty / you can’t tell me I can’t eat off in this industry” – na dann mal los…

Und tatsächlich hört sich “Unlock The Game” anfangs gar nicht so schlimm an wie erwartet. Frazier stammt aus Nashville/Tennessee, rappt mit breitestem, melodischem Südstaatenakzent und liefert schon allein deshalb ein paar hörenswerte Verse ab. Weil er weiß “What Sells” gibt’s leider nur die üblichen, tausendmal durchgekauten Spielerphrasen, aber zwei, drei passable Songs sind schon dabei. Vor allem die von J Woods produzierten Tracks können sich hören lassen: “A Baller” ist mit seinen Claps sicher nicht jedermanns Sache, gibt aber einen verwendbaren Einstieg ab. “In The Valley” kommt im Schunkelrhythmus und mit Reggae-Sample und selbst “Ah Club Banger” ist trotz der schwachsinnigen Hook einen Reinhörer wert.

Für den Rest des Albums saßen größtenteils 4 Finger und Big Ced an den Boards und viel kommt dann auch nicht mehr. “Bitch” geht noch als mittelprächtige Crunknummer durch, ansonsten hat “Unlock The Game” aber nicht mehr zu bieten als austauschbaren New South Sound aus der zweiten Reihe, der andernorts vielleicht noch nicht mal auf einem Mixtape gelandet wäre. Auch Frazier baut mehr und mehr ab, immer öfter klingen seine Raps nicht ganz rund und nach einiger Zeit hat man auch für die übertrieben einfallslosen Lyrics einfach keinen Nerv mehr.

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