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Marvaless – Fearless

Keine Frage: was weiblichen Rap angeht, gehört Marvaless in Sacramento und auch noch ein Stück darüber hinaus zu den Größten der Zunft. Was aber vor allem an ihren unzähligen Gastauftritten liegen dürfte, denn so richtig prickelnd waren ihre eigenen Releases bisher dann doch nicht. Nach “Ghetto Blues” (1994) und “Wiccked” (1996) jetzt also die dritte Langscheibe, “Fearless”.

Bis an die Kante voll mit namhaften Respektbekundern aus der AWOL-Records-Klitsche, Produktion von Rick Rock, DJ Daryl, B.C. und Pizzo und nach wie vor genügend verbalen Nackenschlägen für die “Bitch Made Niggaz” dieser Welt. Alles nicht neu und beim hundertsten Mal auch nicht mehr ganz so cool, aber was soll’s. Gemessen an Bomben wie Killa Tay’s “Mr. Mafioso” oder dem Dosia-Album “Waiting To Inhale” schiebt Marvaless hier eher eine ruhige Kugel, was zum Teil sicher auch an den mellow gehaltenen Beats des späteren Starproduzenten Rick Rock liegt. Auch wenn sie zum Beispiel in Songs wie “The Struggle”, “The Drama & The Lies” und natürlich im Titeltrack ganz gut alleine zurecht kommt, gibt man sich gästetechnisch wie gesagt keine Blöße.

Den “Mafia Niggaz” und “Cali Players” in rauen Mengen zum Trotz: in den oberen Punkterängen spielt nur das schroffe “Ghetto Tales” mit Laroo. Der “Ghetto Blues”, den Ms. Trigger Happy auf ihrer Debütscheibe anstimmte, hat vier Jahre später schon etwas Kalk angesetzt. Die Fans werden’s trotzdem mögen, alle anderen kaufen sich lieber die wirklich habenswerten AWOL-Alben.

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