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Mr. Metaphor – Metropolis

Längst ist der Stein namens Brooklyn Academy ins Rollen gekommen – und er wird schneller und schneller. Will Tell haut ein Ding nach dem anderen raus, Pumpkinhead hat sich längst zur allseits anerkannten Größe gemausert, jüngst der Wechsel von Block McCloud auf Uncle Howie Records und auch wenn’s ein Mr. Metaphor angesichts solcher Konkurrenz sicher alles andere als leicht hat, gibt’s mit “Metropolis” nun auch von ihm was Eigenes.

Da versteht es sich doch von selbst dass man auf Familienbande setzt, kurzerhand Will Tell und Icon (aka I See On) neben sich an die Regler gebeten hat und sich, vor allen Dingen was das Textliche angeht, unter Mithilfe altbekannter Kollegen nicht weniger als maximalen Einsatz abringt. Was dabei herausgekommen ist? Nun, da wären die frustrierte Attacke auf die allgegenwärtige Verlogenheit vor allem der US-Politik in “Live Your Lie”. Die barschen Battle-Prahlereien von “Imperial” mit Will Tell und Block McCloud. Nur zwei Tracks weiter im eindrucksvoll-melancholischen “40 Years Old” mit denselben (über die Gesamtdistanz des Albums äußerst häufig eingespannten) Homies ein starkes Hörerlebnis der Marke Struggle & Pain. Unter dem treffenden Titel “Don’t Keep Me Waiting” vorgetragene ‘Jetzt-erst-recht’-Attacken über wild wogenden Streichern, die kratzenden Geigen und frenetisch pfitzenden Beats von “ReMarcable” und nicht zuletzt die mit Pumpkinhead ersonnenen Pläne zur sorglosen Scheffelei des höchsten aller materiellen Güter – “Money”. Doch auch wenn diese Beschreibung jetzt vielleicht anderes vermuten lässt, schafft Metaphor es leider nicht, die große Klasse oben genannter Songs über die Runden zu bringen; in unerfreulicher Häufigkeit schleichen sich penetrante Gesangspassagen und manchmal auch etwas lasche Beats ein.

“Dont’ Be Surprised”, “Demons In A Bottle”, “Tuesday” und “So Sexy” sind allesamt Songs aus denen man ohne das – mit der Zeit wirklich gegen den Strich gehende – Kastratengewinsel viel mehr hätte machen können. Schade drum, denn obwohl der Mann sich für “Metropolis” interessante und abwechslungsreiche Themen ausgesucht hat, kommt die Platte über eine gut durchschnittliche Bewertung letztlich nicht hinaus.

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