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Reality – Face Da Enemy

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Reality’s Debütalbum “2Thouzand Type Soldier” sollte 1994 erscheinen, diese EP war eigentlich nur als kleiner Appetizer gedacht. Dazu ist es dann nie gekommen, so dass der Rapper aus dem direkt an Milwaukee angrenzenden Shorewood/Wisconsin erst drei Jahre später mit einem kompletten Full Length (“Federal Indictement”) wieder auf der Bildfläche auftauchte. Viel hat man vermutlich nicht verpasst, “Face Da Enemy” hat jedenfalls nicht mehr zu bieten als superminimalistischen G-Funk, der qualitativ noch weit von den späteren Releases auf Revolutionary Records entfernt ist.

Nachdem im Intro “Retaliation” in guter Tradition erstmal ein ganzes Magazin auf einen unwirschen Cop abgefeuert wird, folgen im düsteren Titeltrack unmissverständliche Drohungen gegen Rassisten aller Couleur. So simpel die Produktion auch sein mag, das Ding hat durchaus Atmosphäre, die Hook im Raggastyle rundet den Song passend ab. Ganz ähnliches lässt sich über das mit einer breite Bassline ausgestatte “Azz Long Azz My Pocket Iz Fat” sagen, wo ein mehr als lässiger One Million lustige Weisheiten zum Umgang mit Dollars und Dirnen zum Besten gibt: “She can’t win against a winner / I’ll take your monkey ass to KFC for a one piece dinner / that’s all you get from that nigga they call One Million / ain’t got no time for tricking, I’m stacking my dollars to the ceiling.”

Danach ist die Luft allerdings komplett raus. “Takin Over” und vor allem “2Thouzand Type Soldier” sind dasselbe nochmal im Grün, doch noch eine ganze Ecke schlechter produziert. Und hinter “2000 Type Chin Check” versteckt sich nichts anderes als ein weiterer absolut überflüssiger Skit. Als Rapper deutet Reality sein Talent schon an, produktionstechnisch kommt von ihm auf “Face Da Enemy” (noch) zu wenig.

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