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Tony Rome – Diamond In Da Ruff

 

Nein, nicht Tony Rome von The Almighty RSO legt hier sein erstes Album vor, sondern ein Rapper aus der South Bronx, der sich offenbar dem erweiterten Ruff Ryders Camp zugehörig fühlt. Faktisch wirkt sich das auf “Diamond In Da Ruff” so aus, dass der Mann erstens unüberhörbar versucht, wie DMX zu klingen. Und zweitens für dieses Spektakel immerhin zwei Beats von Ruff-Ryders-Produzent P. Killer Trackz abgreifen konnte, der zu dieser Zeit mit Produktionen für Drag-On, Eve und natürlich den “echten” DMX ganz gut im Geschäft ist.

Viel ist das nicht, aber wenigstens gehören die beiden Tracks noch zu den Highlights der Scheibe. “DarkSide” ist ein wuchtiges Brett, mit düsteren Streicherfetzen und grimmigen Gastraps von Bombay und Doc Holiday, “The Harder They Come” noch gut durchschnittlicher Ruff Ryders-Sound. Der große Rest von “Diamond In Da Ruff” wurde von Tony Rome zusammen mit Chris Mack produziert und fällt in jeder Hinsicht ab. Mit Donnie Calvin und DJ Charlie Chase von den Cold Crush Brothers tauchen kurz zwei Urgesteine auf. Unter dem Titel “The Ring” gibt es ein bemühtes Tribute für Muhammad Ali. Und mit “However Do You Want It”, “U Feelin Me Baby”, “Love 2 Love U” und “Love Potion” gleich vier eher plump geratene Love Songs: “However I do it to you see I’ma do it well / I take you to heaven making you as hot as hell?” Nenene…

Kaum zu glauben, dass ein Rapper mit solchen Connections 1999 noch mit einem derart grottigen Album ankommen kann, aber Tony Rome unterbietet selbst die niedrigsten Erwartungen noch mit Leichtigkeit. Wer das Beste von ihm unbedingt an Land ziehen will, kann sich deswegen guten Gewissens auf die “Darkside”-Single beschränken.

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