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US Records – presents: Soul Gritty (The Compilation)

 

Warum diese Labelcompilation in Fort Wayne so hochgehypt wird, erschließt sich mir leider auch nach mehreren Durchläufen nicht. Mangel an lokalen Alternativen? Denn obwohl sich mit Eclipse (Basementheadz) ein etablierter Producer ums Musikalische gekümmert hat, deckt sich der Höreindruck im Großen und Ganzen mit dem Cover: “Soul Gritty” könnte auch gut als durchschnittliches Westküstenrelease durchgehen.

Was nicht heißen soll, dass die Mischung aus clubtauglichem Material und smooth inszeniertem Straßenshit nicht auch für ein paar zumindest semi-prickelnde Momente gut wäre. Dazu zählen besonders die von melancholischen Klavierklängen untermalten “Eastside”-Geschichten von B.I. 29 und Faceless. Oder auch die Chauvinistenhymne “Chocha” mit amüsantem Dirty Talk von Calhoun, Fluid und Tone, die 2005 unter dem Namen Indiana Boyz direkt noch ein Gruppenalbum über US Records nachgeschoben haben. Auch Two Face gehen in “This Feelin'” erstmal eine Runde auf Brautpirsch… bevor dann im Disstrack “Get That” heftig gegen Psyclops gewettert wird, der den Jungs offensichtlich bei kriminellen Geschäften in die Quere gekommen ist: “you’s a bitch by blood and a punk by training / from all that goddamn telling you gon catch an early grave”. Hood Drama!

Völlig harmlos dagegen die Beiträge von Schmalzbarde Yahuel, der nicht nur zwei Solotracks am Start hat, sondern im schön relaxten “Everyday Motions” auch noch die Hook übernehmen durfte. Der dünn produzierte Posse Cut “US Ya’ll” und zwei solide Tracks mit Eclipse am Mic runden die Scheibe schließlich ab. Für ein 2003er-Release ist “Soul Gritty” auf keinen Fall verkehrt – aber ein bißchen mehr hätte es ruhig sein können. Von allem.

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