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D Side – Untitled … Just Listen

Man hat die düsteren, verschrobenen Klänge von vor sechs Jahren noch im Ohr: D Side’s erstes, unter dem Namen 398 gedropptes Album “Welcome To The Darkside” war definitiv ein richtig starkes Stück Musik. In diesem Stil könnte es eigentlich weitergehen: das originelle Artwork weckt jedenfalls schon mal keine geringen Erwartungen. Dann läuft “Untitled … Just Listen” durch – und alles was bleibt, ist ein einziges großes Fragezeichen. Was ist das denn?

Gleichgeblieben ist die Tatsache, dass der in Houston/TX beheimatete D Side sich nicht so einfach in irgendeine Genre-Schublade stecken lässt. “Gothic Erotica” heißt einer der neuen Tracks – und dieser Titel ist Programm. Das Album pendelt unentschlossen zwischen Gruftstimmung und Clubmusik, es dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein, diese beiden Gegensätze schlüssig unter einen Hut zu bringen. Am besten ist D Side immer dann, wenn er bei seinen Leisten, sprich: auf der dunklen Seite bleibt. Das bedrohlich wummernde “Nature” ist dafür ein Paradebeispiel, aber auch “Push It In Ya Ear”, “The Pages Of My Life” und “Too Many Years” machen einen verwendbaren Eindruck. Auf der anderen Seite leistet man sich Schnitzer wie “Move Around” und “The Next Show” – was nicht nur unsagbar langweilig ist, sondern auch komplett unpassend. Die goldene Mitte trifft D Side zu selten: “Southern Breeze” klingt nach einem guten Kompromiss, immerhin.

Ganz allgemein muss gesagt werden, dass D Side raptechnisch ganz schön die Bremse reingehauen hat, man vermisst die stimmliche Präsenz, die er als 398 noch hatte. Richtig schlimm wird’s allerdings erst wenn auch die Beats schwächeln: Songs wie “Work Me Daddy” oder “Tattoos & Tittys” sind echte Armutsvorstellungen, sowas gehört im Vorfeld einfach aussortiert.

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