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E-Moe – Once Again

Vor drei Jahren erweiterte er den düsteren Siccmade Sound um eine neue Facette – doch so ganz konnte man sich mit dem smooth gehaltenen “Ghetto Gospel” noch nicht anfreunden. Ob’s an der Erwartungshaltung lag oder vielleicht sogar daran, dass E-Moe seiner Zeit voraus war? Mittlerweile hat sich einiges getan: der Siccmade-Stamm-Sound präsentiert sich um einiges differenzierter, aber auch das Personalkarusell drehte sich munter. Inzwischen steht E-Moe aka E Major mit seinem Label PayStyle Music auf eigenen Beinen und hat sich mit Artists wie J-Killa, D-Dubb und Eighty8 auch schon ein kleines Roster aufgebaut. Da war ein neues Soloalbum natürlich überfällig, “1nce Again” bietet denn auch Tracks von 2003 bis 2005, aus einem Zeitraum von drei Jahren also.

Musikalisch bleibt man sich treu und knüpft nahtlos an den Sound des Vorgängeralbums an. Die größtenteils von E-Moe selbst produzierte Platte (Phonk Beta und Lynch lassen ebenfalls je einen Beat springen) pulsiert im Sound der späten Neunziger und dürfte besonders Freunden von High Side Records und Konsorten zusagen. Auch in Sachen Fremdsupport bleibt fast alles beim Alten, die meisten Namen auf der Gästeliste kennt man jedenfalls schon von “Ghetto Gospel”. “So Much Pain” und “No Explanation” mit Brotha Lynch, COS und Crookwood hätte man sich eigentlich fast schenken können – uninspirierte Magerkost! Im Gegensatz dazu gehen der eröffnende Titeltrack und die mit Ace und Double O Smebb einwandfrei besetzte Big-Money-Träumerei “If I Had It All?” runter wie Öl. Auch das in doppelter Damenbesetzung aufgefahrene “Roll Up Another 1″ markiert einen Höhepunkt: wo man von Zagg nichts anderes erwartet, kommt vor allem Raw Syl überraschend stark, die ihren Vers mit einem schönen Gesangs-Rap-Switch einleitet.

Tracks wie “Get It Right”, “Everyday I Smoke” und “I’m Ah S.K.” meistert Sir E-Moe im Alleingang, doch leider schafft er es nicht ganz, das Anfangsniveau zu halten. Zum Ende hin wird “1nce Again” deshalb eine zähe Angelegenheit: allen guten Ansätzen zum Trotz, irgendwie fehlt auch hier wieder der letzte Tick.

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