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Freestyle Fellowship – The Promise

Lange nichts gehört von Freestyle Fellowship, das letzte Studioalbum “Temptations” datiert immerhin aus dem Jahr 2001. Obwohl es seitdem eine ganze Reihe mal mehr, mal weniger hörenswerter Solo-Releases gab, ist die große Glanzzeit der vielgepriesenen Truppe aus Los Angeles wohl vorbei. Doch so schnell verwittern Urgesteine dieser Größenordnung nicht. Und so haben sich Aceyalone, Myka 9, P.E.A.C.E., Self Jupiter und DJ Kiilu Grand unter dem Dach von Decon Records zu einem neuerlichen Longplayer zusammengefunden.

Mit dem jazzigen Sound von anno dunnemal haben Freestyle Fellowship mittlerweile nicht mehr viel am Hut, aber sich eine musikalische Frischzellenkur zu verpassen, ist ja nicht die schlechteste Idee. Technoide Elemente, variable Drumsets und ein ausgemachtes Melodiegespür – mit diesem Setting versucht man an die Klanggewalt früherer Releases anzuknüpfen. Im mächtig aufdrehenden “We Are”, von Eligh produziert und vorab als Single veröffentlicht, darf noch einmal jeder seinen Style aus dem Fenster hängen. Der wie gehabt eher biedere Aceyalone kann zwar noch immer nicht mit der Verbalakrobatik seiner Compañeros konkurrieren, aber das war noch nie ein Problem. Was nicht heißen soll, dass “The Promise” keine Mängel hätte. Gerade von den Gastproduzenten Exile (“Step 2 The Side”) und Black Milk (“Candy”) hätte man sich weniger verwässerten Sound gewünscht, “Dart” wird von der greinenden Hook nach unten gezogen, auch das Polit-Geunke in “Government Lies” will nicht so recht zum Rest des Albums passen. Auf voller Linie überzeugend dagegen “Popular”, das mit plinkernder Gitarre und melancholischem, ganz und gar unprätentiösem Gesang über die Schattenseiten des Erfolgs daherkommt. In diese Richtung hätte das Album ruhig öfter gehen können.

Macht unter dem Strich vielleicht nicht den ganz großen Klassiker – den sowieso keiner erwartet hat – aber in jedem Fall eine interessante, stellenweise grandios gerappte Comeback-Scheibe, die auch dem Project Blowed Umfeld im besten Fall neue Impulse geben kann. Bleibt zu hoffen, dass “The Promise” kein Strohfeuer ist und mit Freestyle Fellowship in Zukunft wieder regelmäßiger gerechnet werden darf.

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