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Organized Konfusion – The Equinox

“The Equinox”, das Tagundnachtgleiche – darum geht es auf dem nach “Organized Konfusion” und “Stress: The Extinction Agenda” bereits dritten Album von Organized Konfusion. Doch alles was recht ist, so beliebig wie der Titel vermuten lässt lassen es die beiden Wortkünstler aus Queens/New York ganz und gar nicht angehen. Über bedauerlicherweise nicht gerade einfallsreichen Beats von unter anderem Diamond D, Buckwild, Rasheed und natürlich O.K.  selbst erzählt das aus zig Interludes und inhaltlich schön aufeinander abgestimmten Songs zusammengesetzte Konzept-Album am Beispiel eines fiktiven Typen namens Malice eine durchgehende Story über Ursache und Wirkung menschlichen Fehlverhaltens.

Dabei wurde auf gelungene Weise die stilistische Balance zwischen Pharoahe Monch’s wie immer extravaganten Raps und Prince Poetry’s eher bodenständigen Einlagen gefunden, so dass die beiden Oldtimer auf Verstärkung einmal mehr so gut wie nicht angewiesen sind und die Features sich mit Aponi, Hurricane G und Rude One auch nur auf’s Allernötigste beschränken. Während Tracks wie “Numbers”, “Soundman” und “Move” sich noch auf eher Belangloses beschränken, lassen die echten Bomben nicht lange auf sich warten. “Chuck Cheese” glänzt neben exzellentem Storytelling über wilde Schießereien mit rasselndem Hardcore-Piano und massig Special-Effects, im zugleich auf musikalische Harmonie wie inhaltliche Kontroversität bedachten “Invetro” werden uns die spannenden Gedanken eines Kindes im Mutterleib vermittelt (“shit I’m pissin’ in the abdomen / two and a half weeks old already thoughts of stabbin’ men”), im rockigen “Hate” schlüpft Pharoahe dann kurzerhand in die Rolle eines Gift und Galle spuckenden weißen Rassisten (gute Umsetzung dieses schwierigen Themas) bevor im verrückten “Sin” noch einmal dick Pluspunkte für Raps der Extraklasse abgeräumt werden können.

Mit “The Equinox” ist Organized Konfusion ein intelligentes, unbequemes Album gelungen, dessen einzige wirkliche Schwäche wohl in den mittelklassigen Beats liegt. Wer dieses Malheur verschmerzen kann, sollte sich die letzte gemeinsame Show von Pharoahe und Prince Po nicht entgehen lassen.

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