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Wicket – Shop With Me

Die Ghetto Mafia war bis Ende der 90er eine der prägendsten Gruppen für den klassischen Street Sound von Atlanta. Lange vor dem  Crunk-Wahn setzte das Duo, das eigentlich aus dem benachbarten Decatur stammt, auf schnörkellose Midtempo-Beats und knochenharte Gangster Lyrics – eine ebenso bodenständige wie erfolgsversprechende Mischung. Um das Jahr 2000 wandert Nino erst einmal eine Zeit lang in den Bau, was den Kollegen Wicket dazu animierte, gleich einmal ein Soloalbum an den Start zu bringen. Ohne Support geht’s dann freilich doch nicht, und so kommt es, dass auf “Shop With Me” die No-Names Dope Boy und Big Dirdie in beinahe jedem Song zu hören sind.

Man kann dieses Album als ein Signal werten, dass die Ghetto Mafia noch existiert – dann macht es Sinn. Alles was darüber hinausgeht wäre aber schon zuviel des Guten, denn alles in allem bekleckert sich Wicket hier nicht gerade mit Ruhm. Die Produktionen von Roderick Barber und Shorty P machen einen sehr statischen Eindruck: der sample-basierte, smoothe Sound der einem früher in Verbindung mit den Ghetto Mafiosi sofort in den Sinn kam, wurde praktisch komplett aufgegeben. Der neue Stoff um einiges synthetischer, um nicht gleich zu sagen: austauschbarer. Die düster dröhnenden “Go Ta War” und “All Broke Hearts” kommen hier noch am besten weg, der große Rest ist nicht mehr als schwer ertragbarer Gutter Trash. Der Aufmacher “Liquor Sto” enthält einige der formelhaftesten Raps die mir jemals untergekommen sind, tönt aber immer noch besser als die schlampig produzierten “Nobody” und “Show Me Luv”, wo’s dann schon bedenklich steil Richtung Nullwertung geht.

“Shop With Me” ist eines dieser Alben, über die man im Normalfall nicht allzuviele Worte verliert. Jäger- und sammlertechnisch vielleicht gerade noch interessant, aber sonst sicher kein Ruhmesblatt in der Geschichte der Ghetto Mafia.

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